Die Heusenstammer Kolpinger packen mit vereinten Kräften den Container mit Hilfsgütern für Eritrea

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Eifrig haben die Heusenstammer Kolpinger und Freunde gestern Vormittag gewuchtet und gestapelt. Nach knapp drei Stunden war auch das letzte freie Plätzchen im 39. Container für Eritrea gefüllt mit Hilfsgütern.

Seit mehr als 18 Jahren schickt die Kolpingfamilie unter der Ägide von Heinz Schiedhering mehrmals im Jahr je einen Container mit Hilfsgütern in ein Kapuziner-Kloster im Innern des ostafrikanischen Landes. Diesmal habe man sich für einen kleineren Container entschieden, erläutert Heinz Schiedhering. Der Grund: Die Kapuziner-Schwestern hatten sich kürzlich gemeldet mit der dringenden Bitte um Medikamente für das Krankenhaus in Enghela.

Denn zunächst hatte man wieder für einen großen Container geplant. Nach einem Aufruf in unserer Zeitung hatten sich viele unserer Leser mit kleinen, aber auch einige mit einer großen Spende an den Transportkosten für einen Container beteiligt.

Aber der Hilferuf der Kapuziner-Schwestern kam sozusagen dazwischen. „Wir konnten Medikamente für rund 4000 Euro bei der action medeor kaufen“, berichtet Heinz Schiedhering, der nicht müde wird in seinem Engagement für die Schwestern und deren Projekte in Eritrea. Und damit es nicht zu lange dauert, bis ein Container abgeschickt werden kann, wurde diesmal ein kleinerer gewählt.

Dieser allerdings bietet trotz der Medikamente immer noch eine Menge Platz für weitere Hilfsgüter. So wurden gestern unter anderem 30 Nähmaschinen sowie 25 Pakete mit Stoffen und Nähbedarf in den Behälter gepackt. Die Kapuziner-Schwestern betreiben dort fünf Ausbildungszentren für Frauen. „Das ist ja ganz im Sinn der Kolping-Idee von der HIlfe zur Selbsthilfe“, betont Schiedhering.

Für das Krankenhaus ist eine Waschmaschine gedacht, die gestern in dem Container eine lange Reise antrat. Außerdem sind 40 Rollstühle und Rollatoren mit von der Partie. Ebenfalls für das Krankenhaus gedacht sind 200 Patchwork-Decken für Babys. Diese haben einmal mehr Frauen des „Arbeitskreises „Hilfe für Eritrea“ in Lämmerspiel angefertigt. Seife, medizinische Hilfsmittel und Küchenbedarf ergänzen die Palette der Hilfsgüter.

Und schließlich gab es auch noch Pakete mit Kerzen und religiösen Dingen. Das benötigen die Kapuzinerinnen für Kirchen und Kapellen. Die Kindergärten werden sich über viele Pakete mit Spielsachen freuen.

Den Container so zu packen, dass möglichst viel hinein passt, und möglichst wenig Luft übrig bleibt, ist eine kleine logistische Meisterleistung, die die Männer der Heusenstammer Kolpingfamilie mittlerweile ganz gut beherrschen. So kommen die unförmigen Rollstühle am Ende in den Metallbehälter. Und da sich diese nicht so leicht stapeln lassen, wird kurzerhand aus zwei schmalen Brettern eine Art Zwischenboden gebastelt, auf den dann eine zweite „Lage“ Rollstühle gepackt werden kann.

Ende März, so kündigt Heinz Schiedhering an, werde die Kolpingfamilie wieder Sachspenden annehmen. Diese sollen dann, wie geplant, im April und Mai in Containern verschickt werden.

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